Take-Two reicht DMCA-Subpoenas gegen Microsoft und Discord ein, um den GTA-6-Leaker zu finden
Take-Two Interactive hat formelle DMCA-Subpoenas eingereicht, in denen Microsoft und Discord aufgefordert werden, Nutzerdaten im Zusammenhang mit der „cyberleek“-Persona hinter den GTA-6-Leaks herauszugeben. Beide Unternehmen haben bis zum 4. September Zeit, der Forderung nachzukommen. Die rechtlichen Schritte markieren den ersten konkreten Gerichtsschritt des Publishers auf der Suche nach der Person, die Vice-City-Material leakt.
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Take-Two Interactive hat seine Jagd nach der Person hinter den GTA-6-Leaks formal zu einer gerichtlichen Angelegenheit gemacht. Laut Gerichtsunterlagen, die zuerst von Kotaku berichtet und von PC Gamer bestätigt wurden, hat das Mutterunternehmen von Rockstar DMCA-Subpoenas gegen Microsoft und Discord eingereicht, in denen es Nutzerdatensätze im Zusammenhang mit der „cyberleek“-Persona fordert, die Clips eines in Entwicklung befindlichen Grand Theft Auto 6 veröffentlicht.
Die Anträge fordern Microsoft auf, „Geschäftsunterlagen und Ermittlungsunterlagen im Zusammenhang mit der internen Untersuchung der cyberleek-Persona durch Microsoft, die ausreichen, um den/die Nutzer zu identifizieren“, herauszugeben. Auf der Discord-Seite fordert Take-Two „alle identifizierenden Informationen zu allen Nutzerkonten, die Mitglieder sind oder waren, die mit den Discord-Servern kommunizieren“, die mit den Leaks in Verbindung stehen. Beide Unternehmen haben bis zum 4. September Zeit, der Forderung nachzukommen.
In einer eidesstattlichen Erklärung zur Unterstützung der Subpoena erklärt Take-Two, der Zweck der Anfrage sei es, „die Identität eines oder mehrerer mutmaßlicher Verletzer zu ermitteln“. Diese Formulierung ist von Bedeutung, da eine DMCA-Subpoena normalerweise einen schnelleren rechtlichen Weg darstellt als eine vollständige Urheberrechtsklage, und sie es dem Publisher ermöglicht, die Plattformen zur Herausgabe von Teilnehmerinformationen zu zwingen, ohne zuvor eine öffentliche Klage gegen einen unbekannten Beklagten einreichen zu müssen. Die Anträge benennen keine bestimmte Person, sondern nur den Nutzernamen.
Dies ist die erste klare rechtliche Eskalation, seit die jüngste Welle von GTA-6-Clips online aufgetaucht ist. Bis jetzt hatte sich Take-Twos Reaktion auf DMCA-Takedown-Benachrichtigungen beschränkt, die darauf abzielten, einzelne Beiträge und Videos zu entfernen. Die neuen Subpoenas zielen auf die Infrastruktur rund um den Leaker ab, nicht auf einen einzelnen Clip, was mit dem übereinstimmt, was das cyberleek-Konto in sozialen Medien behauptet hat: dass es über weiteres Material verfügt und weiter posten will.
Die Leaks selbst haben umfangreiche Teile eines unfertigen Vice-City-Builds gezeigt, darunter Basketball-Minispiele, ein Ausdauersystem, Tankaufforderungen, ein Sechs-Sterne-Wanted-Level und was Fans für einen Karma-Indikator ähnlich dem in Red Dead Redemption 2 halten. Die Menge und das offensichtliche Alter einiger Materialien haben in der Community Spekulationen angeheizt, dass der Leaker Zugang zu einem funktionierenden Build hatte und nicht zu einer einzelnen Testmaschine.
Der Aktienkurs von Take-Two fiel kurzzeitig um etwa 2,8 Milliarden US-Dollar, nachdem die Leaks erstmals die Runde machten, hat sich jedoch inzwischen wieder auf etwa das Niveau vor den Leaks erholt. Rockstar Games hat sich bisher nicht öffentlich zu dem geleakten Filmmaterial oder der neuen Klage geäußert. Auch Microsoft und Discord haben keine Stellungnahmen abgegeben; beide Unternehmen können die Subpoenas vor Ablauf der Frist am 4. September gerichtlich anfechten, wenn sie dies wünschen.
Für Grand-Theft-Auto-Fans lautet die praktische Frage nicht mehr, ob die Leaks kurzfristig weiter auftauchen werden, sondern ob die rechtlichen Schritte einen Namen hervorbringen werden, bevor Rockstar die geplante vollständige Enthüllung von GTA 6 später in diesem Jahr vornimmt. Wie Kotaku anmerkt, hat die „cyberleek“-Persona gesagt, sie werde nicht aufhören, bis Rockstar und Take-Two sich „für den Antikonsumerismus entschuldigen und ein konkretes Versprechen abgeben, es besser zu machen“ – eine Forderung, auf die Take-Two öffentlich nicht reagiert hat.
Lest die offizielle Stellungnahme und laufende Updates auf der Take-Two Interactive Investor-Relations-Seite und im Rockstar-News-Hub auf rockstargames.com.
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